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Bakum in Germanenhand – Bakums FC Bayern Fan Club trumpft auf
 
(Bericht von Georg "Schorsch" Rosenbaum nach dem OM-Cup in Bakum - nachzulessen im privaten Weblog auf Schorschs World - Erlaubnis zur Veröffentlichung liegt vor)

Das riesige Banner des FC Bayern Fan Club “Bakumer Germanen” weht direkt über dem Tor als höchste und größte Sponsoren-Werbung auf dem Spielfeld beim OM-Cup in Bakum.

Das nicht zu übersehende Bayernbanner prangt über dem Spielfeld des mit 122 E-Jugendmannschaften, 1.400 Spielern und Betreuern größten Jugendfußball- turniers im Oldenburger Münsterland. Darüber weht ganz klein das offizielle Wappen der Gemeinde Bakum. Wer zahlt, bestimmt die Musik. Wer viel bezahlt, hat viel zu bestimmen. Das weiß auch Horst Schwanner, Gründungsmitglied der Bakumer Germanen. Und er besorgt auch das nötige Kleingeld, damit die Bakumer Bayernfans einen würdigen Platz für ihre Botschaft erhalten.
Den einen oder anderen Besucher wird die Dominanz des roten Banners wohl mächtig gestört haben. Auch dem Präsident der “Germanen” Torsten Goy ist das wohl bewusst. Als ich ihm erzähle, dass ich einen Blogbeitrag dazu schreiben werde, sagt er: ”Lass das besser, das muss nicht sein.” Torsten weiß genau, dass Werder Fans durch die rote Fahne provoziert werden.

Und davon gibt es in Bakum jede Menge. Nur haben die “Grünen” in Bakum keinen eigenen Fan Club. Dafür ist der Bakumer FC Bayern Fanclub “Bakumer Germanen” in nur wenigen Jahren auf 400 Mitglieder angewachsen. Es kann nicht bestritten werden, die Bayern haben gewaltig viele Fans auch im hohen Norden.

“Schau mal auf den Platz hier unten, alles Jungs im Bayernshirt”, weist mich Torsten Goy hin. Und stimmt, 10 bis 15 neun bis elfjährige Jungs toben im schwarzroten Bayerntrikot um den Ball. Es ist eben die zumindest international am erfolgreichste deutsche Profimannschaft. Und das wissen auch die kleinen Kids. Erfolg ist sexy.

Wenngleich sich die Fans von Borussia Dortmund, Schalke, HSV (zu denen ich zähle) und Werder Bremen sich noch so ärgern. Eines müssen sie den Bakumer Germanen lassen. Die haben innerhalb kürzester Zeit mächtig Staub aufgewirbelt. Selbst beim Vorstand des FC Bayern ist der größte Fanclub in Norden mittlerweile bekannt. Jedenfalls wenn das stimmt, was Torsten mir erzählt. Bayern-Präsident Uli Hoeneß soll den Fanschal der “Germanen” zuletzt beim Basketball Bundesligaspiel des FC Bayern gegen die Artland Dragons in Quakenbrück getragen haben.

Und deshalb gelingt es den Bakumern, die begehrten Karten zu Spielen zu erhalten, die andere einfach nicht bekommen können. Martin Schuling, langjähriges Mitglied im Vorstand bringt es auf den Punkt: Der FC Bayern hat 180.000 Mitglieder. Du kannst denen erzählen, dass du schon langjährig im Verein bist. Mit der Mitgliedsnummer über 30.000 erhältst du keine Dauerkarte. Da kannst du nichts machen.”
Der FC Bayern hat keine Probleme, seine Eintrittskarten los zu werden. Als ich einwende, dass es doch sehr umständlich sei, zum Heimspiel nach München zu kommen, belehrt mich Martin, des besseren. Mit dem Billigflieger kostet der Hin und Rückflug von Bremen nur 99 Euro. Er kenne ein gutes günstiges Hotel in der Stadtmitte, mit 150 Euro sei man dabei. Mag sein, aber die wenigsten Bayernfans reisen wohl nach München. eher gehts “auswärts” nach Bremen, Schalke oder Hamburg.

Mir egal. Als norddeutscher Junge bleibe ich HSV-Fan. Aber immer dabei schön entspannt und locker bleiben. Ich zettele wegen keinem Fußballverein gleich einen Bandenkrieg an. Ich bleibe Katholik, das ist meine Religion. Und nicht Fußball, die schönste Nebensache der Welt. Torsten, Horst und die Germanen mag ich, nette Leute. Auch wenn sie mir manchmal mit ihrem Bayernfimmel auf den Keks gehen, vor allem, wenn gerade mal wieder der HSV gegen die Bayern verloren hat.

Eins kann man den “Germanen” nicht vorwerfen: dass sie nicht in Bakum passen, dass sie ein Fremdkörper seien. Die Bakumer Germanen machen mit. Beim Feuerwehrfest wie beim Volksfest. Und auch beim OM-Cup hätten sie gerne noch mehr mit gemischt. Wenn man sie gelassen hätte. Und dass sie etwas erfolgreich auf die Beine stellen können, haben sie bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Aber genau deswegen – zu viel Bayern ist Bakumern beim Fußball – dann doch suspekt.

update: Horst Schwanner schrieb mir in seiner Mail, dass die “Germanen” nix mehr für die Bannerwerbung als alle anderen Sponsoren bezahlt haben. Nämlich 150 Flocken. Vielleicht haben die Germanen doch einen Stein beim Vorstand des SC Bakum im Brett. Ach ja, fällt mir ein. Der zweite Vorsitzende Willi Hoping ist auch “Bakumer Germane”, glaub ich. Ich habe ihn zumindest öfters im Bayernshirt bei den Germanen gesehen.

© Otto Staggenborg

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