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Tour-Report zum CL-Spiel des OSC Lille gegen den FC Bayern München
(23. Oktober 2012, 20:45 Uhr – Ergebnis: 0 : 1 – Torschütze: Thomas Müller)

Alles SUPER – nicht DIESEL  

..... das war die Schlagzeile, die uns die Tour nach Frankreich bescherte!

Am Dienstag, 23.10.2012 um 09:00 Uhr, trafen sich 12 Bakumer Germanen beim Sportcafe Beckmann in Bakum, um die gemeinsame Tour nach Frankreich zum Champions League Spiel unserer Bayern beim Französischen Erstligisten Lille zu besuchen!

Nachdem die “Marschverpflegung“ verstaut war, konnte die Reise durch insgesamt vier Länder beginnen! Wie aus anderen Touren bekannt, durften zahlreiche „Raucherpausen“ nicht fehlen. Beim ersten größeren Stopp im Bereich Münster wurde das Frühstück eingenommen. Der mitgebrachte Kaffee und die belegten Brötchen schmeckten allen sehr gut.

Weiter ging es auf die insgesamt rund 500 Kilometer lange Reise. Als die erste Streckenhälfte erreicht war, wurde erstmals „fremder“ Boden befahren. Nach kurzem Ausflug durch die Niederlande wurde der Straßenbelag merklich schlechter! Für uns somit deutlich erkennbar, dass wir uns in Belgien befanden.

Mögen die Straßenlaternen, die die gesamte Autobahn begleiten, noch so schön sein, die Autobahnen sind es nicht! Zumindest wird keine Maut verlangt. Am biblischen Ort „Nazareth“ wurde eine weitere Pause eingelegt, bevor es hieß, die letzte Etappe nach Frankreich aufzunehmen.

Vor Ort angetroffen wurden die beiden Fahrzeuge auf dem Parkplatz „C2“, der explizit den mit PKW angereisten Fans des FCB vorbehalten war, angefahren. Von dort ging es mit der Metro über insgesamt 10 Stationen an den zentralen Ort der 500.000 Einwohner-Metropole Lille! Direkt gegenüber der Metro-Station trafen wir auf rund 200 laut singende Bayern-Fans, die mehrere Lokalitäten in eine „Rot-Weiße Zone“ verwandelten! Wir, die Fangemeinde, wurden dabei von den blau gekleideten Polizisten Frankreichs „geschützt“.

Gegen 19 Uhr hieß es dann wieder zum „Stade Grand Metropole“ aufzubrechen. Nachdem die letzten Fanutensilien an den Fahrzeugen angelegt waren, wurde der nur rund 500 Meter lange Fußweg zum nagelneuen und gut 50.000 Zuschauer fassenden Stadion beschritten.
Ehrlich gesagt haben die „Doggen“ sich ein herrlich anzusehendes Stadion erbaut. Äußerlich ein klein wenig an die Allianz-Arena erinnernd, darf sich das Innere auch sehen lassen. Wirklich ein „Schmuckkästchen“!

Direkt vor dem Stadion trafen wir auf DG aus V.! Dieser "Wohnmobilreisende" hatte die Fahrt alleine auf sich genommen. Wir wunderten uns, das D. recht verschwitzt aussah! Was war geschehen? Erklärung ganz einfach! D. hat das alte
Stadion angefahren und dort geparkt. Erst da erfuhr er, dass es das neue Stadion gibt! Was machen? Wieder ganz einfach! Es sind ja nur 5-6 Kilometer, die die beiden Stadien trennen! Auf zum Fußmarsch - und das bei noch über 20 Grad! Schön, dass du trotzdem rechtzeitig angekommen bist.

Zum Spiel sollen nicht allzu viele Worte verloren werden! Die meisten dürften es zumindest vor dem Fernseher verfolgt haben! Der Glanz aus den Bundesligaspielen war hier bei Weitem nicht erkennbar. Egal – Hauptsache gewonnen! Dank dem Elfmeter-Tor von Thomas Müller bleibt die Situation vor den abschließenden drei Champions League Gruppenspielen spannend.
Nach dem Schlusspfiff mussten alle „Rot-Weißen“ noch für rund 45 Minuten im Stadion verharren! Der UEFA sei Dank!

Danach hieß es dann aus Frankreich Abschied zu nehmen. Die Tankfüllungen neigten sich dem Ende hin. So wurde beschlossen, die erste Tankstelle in Belgien anzulaufen.

Gesagt getan! Um kurz nach Mitternacht wurde die Rastanlage „Marke“ erreicht!
Jetzt kommt auch die Schlagzeile zum Tragen!

Der Fahrer des VW Bulli, der an dieser Stelle namentlich nicht erwähnt werden soll, fuhr an Zapfsäule 1! Die Dieselzapfpistole, die sich an dieser Säule ganz rechts befand, wurde in den Tankstutzen eingeführt. Mist! Das Ding funktioniert nicht. Egal! Schließlich gab es noch weitere Zapfsäulen! Gesagt getan! Auf zu Säule 3. Komisch, auch hier kam kein „Sprit“ aus der Leitung. Da kam die rettende Idee! Muss die Zapfsäule etwa zur Nachtzeit freigeschaltet werden? Richtig – so war und ist es! OK, kein Problem! Geld auf den Tisch des Kassierers und Zapfpistole eingeführt. Nach einem kurzen Moment der große Schreck! Warum kostet Diesel denn 1,70 Euro! Das kann doch nicht sein! Schnell den Tankvorgang beenden! SCHEISSE! Alles zu spät. Einige Liter Superbenzin befanden sich in unserem Tank
Dank unseres technischen know how für die neuste Motorengeneration wurde der Motor NICHT gestartet! Eine geniale Idee, wie sich später herausstellen sollte!

Das Drama hatte begonnen! Zunächst wollten wir versuchen, den Tank mit eigenen Mitteln „abzusaugen“. Leider waren hierzu keine Hilfsmittel aufzutreiben. Was sollten wir machen? Gut Kunde einer „goldenen ADAC-Mitgliedschaft“ zu sein! Anruf in München! Hilfe wurde zugesagt! „Bitte gedulden sie sich eine halbe Stunde!“

Leute, ich kann euch sagen, dass das lange 30 Minuten waren! Erneuter Anruf in München! Unbefriedigende Antwort: „In Belgien ist es nicht möglich, während der Nachtzeit Reparaturen durchzuführen.“ Angebot aus München: „Abschleppwagen bestellen und zur Werkstatt schleppen. Reparatur dann ab 8 Uhr.“

Nein, das wollten wir nicht! Wir wollten schnellsten nach Hause. Endlich konnten wir für uns geeignete Hilfsmittel „Schlauch und Schraubschlussflaschen“ auftreiben! Dank sei den freundlichen LKW-Fahrern! Schlauch in den Tankstutzen und ansaugen! Mist, da kommt nichts!

Also doch wieder ein Anruf in München. Bitte einen Abschleppwagen! Signal von dort! Der kommt, wird rund 60 Minuten dauern! Wenn er dann nicht da ist, bitte wieder melden!

58 Minuten waren vorbei! Jetzt wurde mit einem belgischen „Kontaktmann“ gesprochen! Deutsch? Pustekuchen! Also Fremdsprache zwei rausholen (PS: Fremdsprache eins ist plattdeutch!). Gesagt getan! Nach weiteren 25 Minuten traf ein Abschleppwagen ein! Mittlerweile war es schon weit nach 3 Uhr morgens!

Der nette Fahrer des Abschleppwagens verbrachte uns zu einer nahe gelegen VAG-Werkstatt. Was sollten wir jetzt noch 4 Stunden machen? Hotel = Fehlanzeige! Lösung = VW Bulli! So gut es ging, wurde hier die Nachtruhe eingelegt!

Ab 7 Uhr reges Treiben auf dem Betriebshof! Wieder die guten alten Englischkenntnisse rausgepackt! Obwohl gefühlte 20 Mann/Frau den
Betriebshof besiedelten, wurde uns versichert, dass vor 8 Uhr nichts geht! So ist das halt in Belgien!

Endlich 8 Uhr! Noch nichts! Wieder sind 15 Minuten vergangen! Endlich, wir sind dran! Problem seitens der Firma: „Wie bekommen wir den Bulli in die Werkstatt – weil der Motor ja nicht gestartet werden darf?“ Für uns kein Problem! Wir sind so zahlreich, dass wir das „Ding“ in die Halle schieben!

Irgendwann wird der Tank des Wagens dann auch abgesagt! Um 11 Uhr ist alles fertig! Schnell noch die Rechnung schreiben und den Tank befüllen!

Endlich! 11:30 Uhr geht’s wieder auf die Heimreise!

Ich kann euch sagen! Auf der Rückfahrt wurden nur wirklich kurze Stopps eingelegt!

Um 16:30 Uhr ist es dann soweit! Bakum hat uns wieder!

Fazit dieser Tour! Wenn die Bayern uns mit ihrem Spiel schon nicht begeistern können, dann machen wir das selbst! Bei uns ist halt immer was los!

Trotz dieser kleinen Panne, bei Ärzten würde man das einen „Kunstfehler“ nennen, waren ALLE zufrieden! Wir hatten einen Champions League Besuch mit einer „kostenlosen“ Übernachtung erlebt!

Rot-Weißer, was willst du mehr! Rund 34 Stunden "non stop" auf den Beinen! Das Spiel ist schnell vergessen, die Tour nicht!

Unterschrift: Arno Nym

OSC Lille - FCB 2012
..... wir waren dabei!
v.l.: Otto, Pascal, Hansi, Lukas, Martin, Michael, Alke, Marc, Louis, David, Detlef, Maik vorne: Ali


© Otto Staggenborg
 

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